Neues aus der Presse

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7.10.11

Wohnen am Wald oder Wirtschaft statt Wald?

In der Bergisch Gladbacher Stadtpolitik tut sich wieder was.

Ok, es tut sich immer wieder mal was.

An dieser Stelle soll es um die aktuelle Planungspolitik gehen. Neben der erfreulichen Nachricht, dass das junge Gewerbegebiet Obereschbach [1] in direkter Autobahnnähe beinahe bezugsfertig ist und seiner neuen "Bewohner" harrt, beriet der Planungsausschuss jüngst über ein mögliches Gewerbegebiet "Lustheide": zum Einen als mögliche Erweiterung für die Firma Gahrens und Battermann, zum Zweiten - und letztlich größeren Teil des Planvorhabens - um die Bereitstellung neuer Gewerbeflächen. Diese sind nach Vorstellung der Verwaltung als Angebotsflächen für mögliche Gewerbetreibende gedacht.

Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass es bei der Beschlussfassung letzte Woche im Planungsausschuss um den Start des Planverfahrens und damit die Öffentlichkeitsbeteiligung gegangen ist. Dieser Schritt ist auch dann wichtig, wenn man dem Gewerbegebietsplan etwas skeptisch gegenübersteht, denn nur durch die Öffentlichkeitsbeteiligung können sich alle - insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner - der Verwaltung gegenüber äußern mit ihren Bedenken und Anregungen. (Denn eine Mehrheit von CDU und SPD war im Planungsausschuss für ein solches Gewerbegebiet Lustheide sowieso klar.)

Die örtlichen Zeitungen (siehe [2] und [3]) berichteten darüber; wichtig ist in der Tat, dass die Stadt Bergisch Gladbach endlich aus vielfach wiederholten Fehlern der Vergangenheit lernt - und Konzepte zur Gewerbe- und zur Wohnraumplanung nicht nur erstellen lässt, sondern diese dann auch über einen langen Zeitraum beherzigt.

Am Beispiel Lustheide wird deutlich: hier steht nicht nur die undankbare Abwägung "Rettet den Wald" gegen "Macht Platz für Gewerbegebiete" an, es muss auch den Bewohnerinnen und Bewohnern der Ortslage Lustheide Rechnung getragen werden, denn bis vor kurzem wurde hier in geringer Entfernung zur Autobahn noch recht massiv eine Wohnbebaung nach der andern geplant und realisiert.

Es wird auf alle Fälle gut sein, wenn die Öffentlichkeit diesen Abwägungsprozess interessiert begleitet und mitgestaltet. Erster Bürgerprotest formiert sich bereits, wie die Bergische Landeszeitung (auch online) [4] berichtet. Hierzu gibt es auch einen Terminhinweis auf eine erste Bürgerversammlung am 12.Oktober [5]!

Dieser Beitrag wurde dankenswerterweise auch vom Bürgerportal iGL übernommen (in-gl.de/ 2011/ 10/ 08/ wohnen-am-wald-oder-wirtschaft-statt-wald).

Quellen und Verweise:
[1] http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1317623402036.shtml
[2] http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1317623400794.shtml
[3] http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1317623400554.shtml
[4] http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1318243866690.shtml
[5] http://pebaco.blogspot.com/2011/10/gewerbegebietserweiterung-lustheide.html
Quelle der Graphik: http://onlinestreet.de/strassen/ortsschild/Bergisch+Gladbach.Lustheide.png